Die Fährtenarbeit
Auf
geeignetem Untergrund, wie z B. Schnee, können wir Menschen
eine Fährte mit den Augen verfolgen. Der Hund bedient sich
vor allem seines Geruchssinnes. Eine Fährte entsteht durch Tritte von
Menschen oder Tieren. Beim
Durchgehen des Geländes ändert sich der Untergrund, indem der
Fährtenleger den Boden durch sein Gewicht aufwühlt und
zudem von ihm abfallende kleinste Teilchen hinterlässt.
Freilebende Caniden (Hunde, Wölfe
etc.) wenden ihre Spürfähigkeit an, um ihre Beute
zu verfolgen (Jagd-/Beutetrieb), andersgeschlechtlichen Artgenossen nachzuspüren
(Fortpflanzungstrieb) oder um zur Meute zurückzufinden
(Meutetrieb). Dabei ist es für sie wichtig, dass das
Ziel erreicht wird. Sie werden die
Fährte verfolgen, wobei es keine Rolle spielt, wenn
sie ein paar Mal kurz die Fährte verlassen. Erhalten sie von einem
Objekt, dass sie suchen Geruch, werden sie direkt versuchen, es
zu erreichen, ohne auf dem Boden zu suchen. Alles andere wäre
verlorene Zeit und hätte schlechtere Erfolgsaussichten. Grundsätzlich
können drei verschiedene Suchverhalten unterschieden werden:
1. Exaktes, genau dem Spurenverlauf nachgehendes Fährten
2. Ungefähres Nachspüren der Fährte
3. Stöberverhalten
Dieses Verhalten nutzen wir und lenken es in sportliche Bahnen.
Die Fährtenarbeit ist für den Hund wahrscheinlich das Schwerste und Natürlichste was er
zu leisten
vermag.